Kaufe auf Etsy ein

Verkäuferporträt: TheWhiteRibbon

Mrz 28, 2017

von lenastross

Etsy.com handmade and vintage goods

Meine Name ist Dori und ich bin die Gründerin von The White Ribbon. Ich bin die Eigentümerin eines kleines Unternehmens, Designerin, Schuhmacherin und Fotografin.

Ich habe meinen Etsyshop im Mai 2010 – also vor fast 7 Jahren – eröffnet. Damals habe ich Design und Fotografie an der Westminster University in London studiert und dabei auch schon erste Stücke auf Designmärkten verkauft. Von Etsy habe ich zufällig erfahren. Bei einem Besuch in einer Druckerwerkstatt in Shoreditch, habe ich die Etsy Homepage auf dem Bildschirm von einem der Künstler dort gesehen – und bin noch am selben Tag beigetreten.

Nachdem ich davor nur auf Märkten verkauft habe, war es für mich fantastisch, meine Arbeit plötzlich einem weltweiten Publikum präsentieren zu können. Ich war gerne auf Märkten, aber da ich das hier zu meinem Vollzeitjob machen wollte, war es klar, dass ich eine größere Plattform brauchte. Es war nur eine kleine Kollektion, die ich am Anfang hatte und ich wusste, dass da noch viel Luft nach oben ist. Direktes Feedback von den Kunden zu bekommen und ihre Meinungen zum Design zu hören, hat mir bei der weiteren Entwicklung sehr geholfen. Ich habe mich außerdem ständig durch das Angebot anderer Designer geklickt (mache ich auch immer noch!) und mich von ihren Arbeiten inspirieren lassen, meinen Anspruch an meine Produkte hochzuschrauben. Es war großartig, plötzlich Teil einer derart kreativen Gemeinschaft zu sein.

Meine Inspiration schöpfe ich hauptsächlich aus der Welt der Ballettschuhe. Ich habe mit nur 5 Jahren mit dem Tanzen angefangen und bin dabei geblieben bis zum Ende der Schulzeit. Als Halbrussin habe ich mit meiner Familie viel Zeit in Theatern und Opernhäusern bei Weltklasse-Inszenierungen verbracht. Zu Weihnachten war es eine feste Tradition, den Nußknacker von Tschaikowsky zu schauen. Ich dachte mir, wenn ich schon selbst keine Ballerina werde, so bleibe ich dieser Ästhetik doch in meiner Arbeit als Designerin und Fotografin nahe.

Ich lebe im schönen Kreuzberg, in Berlin, wo ich auch meinen Showroom habe. Mittlerweile ist das Geschäft gewachsen und ich habe zwei Angestellte, Sebastian und Skye, die Großartiges leisten im Kundenservice und mir auch bei der Geschäftsstrategie, beim Marketing und all den anderen Aufgaben helfen, die so ein kleines Unternehmen mit sich bringt.

Unsere Werkstatt ist in Budapest, wo ich ursprünglich auch herkomme. Das heißt für mich, dass ich ständig zwischen Berlin und Budapest hin- und herpendle und eigentlich immer on the road bin …

Zum Einen verkaufe ich direkt an Kunden, die nach Vereinbarung in unseren Showroom kommen. Außerdem mache ich bei ein paar ausgewählten Designmärkten mit. Neben Etsy, nehmen meine Arbeit an den Schuhdesigns und die Fotoshoots viel Zeit in Anspruch. Und natürlich bin ich auch immer auf der Suche nach neuer Inspiration für zukünftige Modelle.

Seit ich mein eigenes Geschäft habe, bin ich ziemlich beschäftigt … das letzte woran ich vor dem Schlafen denke, sind Schuhe und das erste, sind wieder Schuhe … auf eine schöne und inspirierte Art natürlich. Es kann aber schon auch ziemlich stressig werden, besonders in der Hochsaison, wenn keine Fehler passieren dürfen. Manchmal bekomme ich Emails von irgendwelchen Unternehmen oder Zeitschriften, die nach unserer Marketing- oder Presseabteilung fragen, was ziemlich witzig ist, wenn man bedenkt, dass wir immer noch ein kleines Unternehmen sind und alles selber machen.

Schon bevor ich mit diesem Projekt angefangen habe, war ich regelrecht fasziniert von Handgemachtem und von Kunsthandwerk. Ich habe einige Zeit in Marokko verbracht (wo ich auch zum ersten Mal in Kontakt mit dem Schuhemachen gekommen bin) und dort gibt es tatsächlich ein Ministerium für Kunsthandwerk. Ich bin überzeugt, dass kleine Unternehmen, die Handgemachtes herstellen, einen geschützten Raum und Unterstützung brauchen. Handgemacht bedeutet für mich vor allem auch, Verantwortung zu übernehmen, was die Auswirkungen auf die Gesellschaft und auf die Umwelt angeht. (Massenproduktion ist im Modebusiness leider viel zu verbreitet. Wenn man sich aber dafür entscheidet, die Augen aufzumachen und zu schauen, wie und von wem seine Kleidung hergestellt wurde, kann man daran peu a peu etwas verändern).

In den nächsten 10 Jahren würde ich gerne an einem wirklich nachhaltigen Unternehmen arbeiten und freue mich sehr darauf mit anderen Designern und Produzenten aus der ganzen Welt zu kooperieren. Ich würde gerne unser Team weiter vergrößern und hoffentlich noch mehr ungarische aber auch internationale Schuhmacher und Schneider miteinbeziehen.

Ich habe viele Lieblingsorte, aber ein wahrlich besonderer ist Tafraout in Marokko, ein Ort, den mir vor ein paar Jahren mein Freund gezeigt hat. Es gibt dort eine Landschaft wie nirgendwo anders auf der Welt.

Credit: Google Images

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