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Verkäuferporträt: sonstnochwas

Feb 16, 2017

von lenastross

Etsy.com handmade and vintage goods

Hallo, ich bin Stine von „sonst noch was?“ – schon seit der Gründung des Labels 2009 ist es mein Ziel, für die großen und kleinen Ereignisse des Lebens ganz schlichte, aber von Herzen kommende Designs jenseits der üblichen Klischees zu gestalten. Dabei entstehen feine Papeterie und schöne Dinge für jeden Tag, in denen ich meinen Faible für Typografie und meinen Hang zur Kitschvermeidung ausleben kann.

Ich habe meinen Shop bei Etsy 2011, also vor 6 Jahren eröffnet – da gab es „sonst noch was?“ schon zwei Jahre lang und ich habe mich nach einem schönen Ort im Netz umgesehen, an dem ich selbst gerne einkaufe und der mich immer wieder inspirieren kann.

Etsy_Verkäuferporträt_sonstnochwas_Utensilien

Für mich war es ein total wichtiger Teil des Lernprozesses, sich einem internationalen Publikum vorzustellen. Da ist Etsy natürlich die erste Wahl – und außerdem hat mich die Optik und auch der ethische Anspruch von Etsy schon immer begeistert. Irgendwie fühlte ich mich dort mit meinen Produkten einfach richtig gut aufgehoben. Als ich dann 2015 meinen Etsy Wholesale Shop eröffnet habe, bin ich darin nochmal bestärkt worden, weil ich für meine Bewerbung dort ja nachweisen musste, dass meine Lieferanten und Druckereien umweltfreundlich arbeiten und mit ihren Mitarbeitern gut umgehen. Darum hatte ich mich zwar vorher auch schon gekümmert, weil es mir selbst sehr wichtig ist, und ich für mich selbst beschlossen habe, dass ich kleine Betriebe in Deutschland unterstützen möchte – aber ich habe mich durch Etsy nochmal mehr darauf konzentrieren können und bei allen meinen Herstellern konkreter nachgehakt.

Etsy_Verkäuferporträt_sonstnochwas_Papier

Ich habe ja neben Malerei und Literaturwissenschaften auch Geschichte studiert und bin fest davon überzeugt, dass man aus der Vergangenheit sehr viel Inspiration nehmen kann, um daraus etwas Eigenes zu machen. Ich stöbere unheimlich gern in Kunst-Bildbänden, alten Typographie-Büchern und bin ein totaler „Dokumentationen-Nerd“. Das Bauhaus und die Grafiken der 50er Jahre haben es mir dabei ganz besonders angetan. Bücher sind also für mich eine ganz wichtige Inspirationsquelle, aber wahrscheinlich das Wichtigste ist es, einfach in seinem Leben die Augen offenzuhalten. Manchmal reicht schon der Blick aus dem Fenster oder ein Spaziergang durch den Wald.

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Ich lebe mit meiner kleinen Familie in einem winzigen Ort zwischen Köln und Bonn. Das Schöne an meiner Selbständigkeit ist ja, dass ich örtlich nicht fest gebunden bin und das genieße ich sehr. Ich brauche nur Internet und einen Briefkasten und dann kann ich von überall aus arbeiten. Das ist für mich ein echter Luxus. Und so sorge ich regelmäßig dafür, dass der kleine Briefkasten bei uns im Dorf fast überquillt und freue mich, dass ich diese Freiheit habe.

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Ich arbeite von zuhause aus und habe in unserem alten Fachwerkhaus ein kleines, leider meist ziemlich chaotisches Arbeitszimmer, das regelmäßig aus allen Nähten platzt vor lauter Material, Ware und Ideensammlungen. Meinen Liebsten habe ich mit seinem Schreibtisch im wahrsten Sinn des Wortes schon ein wenig „an die Wand gedrängt“, aber ich versuche, jetzt ein wenig mehr Ordnung hier rein zu bringen. Wir sind halt 3 Wochen nach der Geburt unserer Lütten hier eingezogen und da blieb irgendwie nie so viel Zeit, das Arbeitszimmer mal so richtig gut zu organisieren. Wenn ich nicht gerade am Computer bin, arbeite ich aber eigentlich überall im Haus – vor allem in der Küche an unserem großen Tisch, aber im Sommer auch gern draußen auf der Veranda. Mit meinem Telefon kann ich ja quasi überall meine Nachrichten checken und das macht einen einfach unabhängiger vom Schreibtisch, was ich total schön finde.

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Neben „snw?“ arbeite ich als selbständige Grafikerin und Fotografin und nehme regelmäßig Aufträge für Foto-Shoots oder Grafikjobs an. Mit meinen Fotos habe ich ja auch einen zweiten Etsy-Shop… Dieses Springen zwischen den Aufgaben finde ich ganz wunderbar – weil ich viel Logo- und Branding Jobs für andere mache, kann ich auf meinen eigenen Erfahrungen zurückgreifen und kann mich gut in die Lage von Neugründerinnen hineinversetzen. Wenn ich dann einen solchen Auftrag erledigt habe, komme ich immer wieder unheimlich gern zu „snw?“ zurück, weil ich dort dann einfach das machen kann, was ich möchte und während der Arbeit für Andere ein bisschen den Tunnelblick verloren habe.

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Für mich ist es einfach toll zu sehen, dass meine Sicht auf die Dinge auch Menschen in anderen Ländern schön finden – wenn ich zum Beispiel eine Bestellung nach Australien losschicke, bin ich immer wieder fasziniert, dass da bald am anderen Ende der Welt jemand ein Lesezeichen aus meinem kleinen Arbeitszimmer in sein Buch steckt, wenn er in Sydney mit der Bahn zur Arbeit fährt. Irre. Das wird niemals aufhören, mich zu faszinieren und zu freuen. Man hat viel mehr internationale Kontakte und ich finde, dass das eigene Weltbild dadurch schon ein wenig offener wird.

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Für mich ist „Handgemacht“ immer auch eine Art Qualitätsmerkmal: Weil ich jedes Stempelchen selbst montiere, jede Grußkarte selbst falze und jedes Produkt selbst verpacke, nehme ich es in die Hand und schaue mir sehr genau an, ob das Produkt 100%ig in Ordnung ist. Auch wenn ich die Karten hier inzwischen nicht mehr alle selbst ausdrucke, sondern dies kleinen Druckereien überlasse und Artikel wie die Frühstücksbrettchen ja sowieso von Spezialisten hergestellt werden müssen, ist es für mich sehr wichtig, dass ich jedes Teil in der Hand hatte. Und bei Buttons und Blöcken zum Beispiel läuft hier ja jeder Arbeitsschritt noch komplett in Handarbeit. Dass ich zwischendrin auch einfach mal etwas selbst produziere und am Ende des Tages auf einen Stapel Dinge schauen kann, den ich mit meinen eigenen Händen gemacht habe, finde ich total schön.
Das hat nicht nur was mit dem Shop zu tun, sondern ist so eine Art Grundbedürfnis von mir – und darum bastele ich auch sonst sehr viel, weil „handgemacht“ eben auch immer bedeutet, dass man selbst entscheidet, wie etwas aussieht und es genau so machen kann, wie man will.

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Ich habe ja gerade schon gesagt, dass ich hier selbst nicht mehr drucke – in Zukunft möchte ich mir aber wieder mehr „die Hände schmutzig machen“. In meinem Studium hatte ich die für mich perfekte Kombination aus Bibliothek, Hörsaal und Druck-Werkstatt und das möchte ich langfristig für mich selbst wieder haben. Ich arbeite total gern am Computer, aber manchmal ist es einfach toll, wenn man ein paar Stunden an der Druckpresse steht und sich ganz schlicht darauf konzentriert, den perfekten Druck hinzubekommen. Meine Druckpresse verstaubt im Moment leider auf dem Dachboden und ich würde außerdem sehr gern wieder mehr siebdrucken, aber im Moment fehlt einfach Zeit und Platz. Da hoffe ich, dass ich in 10 Jahren die Arbeit am Computer wieder mehr mit ganz klassischem künstlerischem Druck kombinieren kann und auch noch mehr in Richtung Stoffdesign gehe.
Außerdem hoffe ich natürlich, dass es meinen Etsy-Shop dann noch gibt und ich über Etsy Wholesale noch mehr tolle Kontakte weltweit knüpfen konnte als ich das jetzt schon habe.

Mein Lieblingsort ist grundsätzlich das Meer. Als geborenes Nordlicht fällt es mir sehr schwer, länger als 3 Monate an keinem Strand gewesen zu sein. Gottseidank geht es meiner Familie genauso und wir fahren ganz regelmäßig irgendwo ans Meer und lassen uns den Wind um die Nase wehen. Da wird irgendwie der Kopf freier und man kann mal wieder so richtig in die Weite schauen. Wenn es mit dem Reisen mal für eine Weile nicht klappt, müssen ein paar Fotos als Ersatz ran. Dann kann man wenigstens kurz mal so tun, als würde man aufs Meer schauen…

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