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UM:LAUT – eine außergewöhnliche Veranstaltungsreihe

Feb 8, 2016

von lenastross

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UMLAUTPortrait

Hannes Frey und Ben Czernek kuratieren und organisieren bereits seit fast fünf Jahren die erfolgreiche Veranstaltungsreihe UM:LAUT im Radialsystem V, einer imposanten Kulturlocation direkt an der Spree. Für das renommierte Musikmagazin Groove hat sich die Reihe der beiden längst zu einer „der ergiebigsten Berliner Spielwiesen etablierter Künstler mit Mut zum musikalischen Experiment“ gemausert. Egal ob Shootingstars wie der Berliner Pianist und Produzent Nils Frahm oder eher unbekanntere Genre-Grenzgänger zu Gast sind – die UM:LAUT-Konzerte sind regelmäßig ausverkauft. Wir haben Ben und Hannes getroffen, um ein bisschen mehr zu erfahren!

Wer seid ihr und was habt ihr für einen Background?

Hannes kommt genau wie ich ursprünglich aus der Nähe von Stuttgart, er hat Anglistik und Literaturwissenschaften studiert und arbeitet jetzt schon einige Jahre im Kulturbereich in Berlin. Angefangen hat er im Radialsystem, mittlerweile ist er Produktionsleiter am HAU Hebbel am Ufer. Ich habe in Österreich und Korea studiert und überall immer irgendwas mit Musik und Kultur gemacht. Seit fast zehn Jahren bin ich jetzt in Berlin für diverse Projekte und Institutionen tätig – momentan im Bereich Marketing und Kommunikation im Radialsystem.

Radialsystem_Sonne (c) Sebastian Bolesch

Wie ist UM:LAUT entstanden?

Nachdem wir uns so vor fast 6 Jahren kennengelernt haben, ist relativ schnell die Idee entstanden, dass wir einer gewissen musikalischen Entwicklung und einer in Berlin nur lose verknüpften und bis dahin noch an keiner bündelnden Location oder Reihe verorteten Szene gerne eine Art Forum geben würden. Wir haben immer mehr spannende Musiker und Labels entdeckt, die sich von ganz unterschiedlichen Einflüssen und Traditionen inspirieren und sich nicht so einfach in gängige Genre-Schubladen packen lassen. Klassisch ausgebildete Musiker, die mit Synthesizern experimentieren, Pianisten, die ihr Klavier zur Drum-Machine machen, Techno-Künstler, die im Jazz-Trio jammen… Eine Entwicklung und Bewegung, die boilerroom.tv einige Jahre später mit Bezug auf einige unserer Gäste mal mit „Classical going Underground“ betitelt hat.  Das Radialsystem mit seinen hochwertigen Klassik-Formaten auf der einen, und mit seiner Offenheit für den künstlerischen Dialog und für innovative Experimente auf der anderen Seite, war da natürlich ein perfekter Partner für uns.

Denovali Swingfest Berlin 2014 © Markus Werner

Denovali Swingfest Berlin 2014 © Markus Werner

Was genau macht eure Reihe aus?

Wir finden es sehr spannend, wenn es Zwischenräume und Schnittmengen zu entdecken gibt, wenn klassische und elektronische Instrumentierung zusammentreffen – und wenn man manchmal nicht so recht weiß, ob die Show eigentlich besser in einen Club oder in einen Konzertsaal passen würde. Darüber hinaus sehen wir UM:LAUT auch als ein Experimentierfeld für Kooperationen von Künstlern unterschiedlicher Disziplinen – Musik trifft auf Film, Video, Tanz, Performance. Bei all dem ist uns ein konzentriertes und intensives Erlebnis für unser Publikum wichtig – wir haben sehr hohe Ansprüche an die Tonqualität, Licht und Setting und möchten immer eine möglichst besondere Atmosphäre und Intimität schaffen.

The Group © Markus Werner

The Group © Markus Werner

Was treibt euch an?

Zu allererst sicherlich die Lust und Leidenschaft als Musik-Fans, die großartigen Künstler und Projekte, die man entdeckt und kennenlernt, sehr gerne selbst mal live zu erleben. Besonders spannend sind natürlich Projekte, die auf unsere Initiative entstehen – beispielsweise verschiedene Künstler zusammenzubringen und einen gemeinsamen Prozess bis hin zur Live-Umsetzung zu begleiten und zu unterstützen. Am Ende ist es aber natürlich vor allem das wunderbare Gefühl, dass sich einstellt, wenn man nach viel Arbeit und langer Vorbereitung schließlich im Konzert sitzt und plötzlich bemerkt, wie gebannt und irgendwie im besten Sinne verloren und bewegt das Publikum den Moment genießt.

Was für ein Publikum habt ihr bisher?

Das ist immer wieder sehr interessant zu beobachten. Es kommt zum Teil natürlich ein wenig auf’s Projekt an, manchmal interessiert sich die Jazz-Szene stark für unsere Konzerte, dann wieder mehr die Electro-Fans. Durch unsere Zusammenarbeit mit dem Radialsystem sind auch immer wieder abenteuerlustige ältere Besucher zu Gast. Ansonsten haben wir ein recht junges Publikum, für das unsere Reihe scheinbar eine willkommene Ergänzung oder Abwechslung zum Club-Besuch oder zum Pop-Konzert ist. Es ist immer wieder eine tolle Mischung – und ein tolles, offenes und experimentierfreudiges Publikum.

Was wären Wunsch-Kooperationspartner?

Wir hatten das Glück, dass wir mit Hauschka, Brandt Brauer Frick, Nils Frahm, Henrik Schwarz, Ólafur Arnalds und vielen mehr schon einige Künstler bei UM:LAUT willkommen heißen durften, die ganz oben auf der Wunschliste stehen. Natürlich gibt es viele Ideen und zahlreiche tolle Musiker. Es muss aber einfach immer auch passen – inhaltlich, zeitlich, persönlich. Wir konzentrieren uns mit der Reihe auf einige wenige Projekte pro Jahr, in die wir viel Zeit und Herzblut stecken. Wir würden uns auf jeden Fall sehr freuen, wenn wir auch in Zukunft wieder die ein oder andere interdisziplinäre Kooperation initiieren könnten – Live-Musik mit Tanz, Performance oder Film finden wir einfach extrem spannend.

Was habt ihr in den nächsten Wochen und Monaten für Pläne?

NilsFrahm

Nils Frahm

Die nächsten Wochen haben’s in sich – wir freuen uns auf großartige Gäste! Im April gibt’s ein ganz besonderes Wiedersehen mit Nils Frahm, mit dem unsere Reihe vor fünf Jahren gestartet ist. Mittlerweile hat Nils beim Montreux Jazz Festival, auf dem Melt und quasi überall auf der Welt gespielt, zwischendurch für seinen Soundtrack zum Berlinale-Hit „Victoria“ den Deutschen Filmpreis abgeräumt und noch einen Kurzfilm mit Robert De Niro vertont. Toll, dass er mit seinem neuen Band-Projekt Nonkeen wieder bei uns ist – die beiden Konzerte sind schon jetzt ausverkauft.

Davor freuen wir uns aber noch auf ein ganz besonderes Projekt: Am 13. und 14. Februar präsentieren wir zwei Film-Konzerte mit der großartigen isländischen Band Múm.

MUM

Múm

Sie vertonen das Stummfilm-Meisterwerk „Menschen am Sonntag“ live und improvisiert im Radialsystem. Es gibt nur noch wenige Karten – also am besten gleich welche besorgen 🙂

 

HEUT IST EUER GLÜCKSTAG!
Denn wir verlosen 2 Tickets zur Veranstaltung von Múm am 14.02.2014 !

Kommentiert dafür diesen Blogpost und erzählt uns, warum ihr es am meisten verdient habt, die Tickets zu gewinnen. Die AGBs zur Verlosung findet ihr hier.

Wir losen bis Donnerstag, 11.02.2016 22 Uhr unter allen Kommentaren den Gewinner aus und geben den Gewinner am Freitag, den 12.02.2016 bekannt.

VIEL ERFOLG!!

4 Kommentare

  • katiliebe

    Kati Mierzwa hat vor 3 Jahre gesagt

    Zauberhaft❤

  • rikerakete

    Rike vB hat vor 3 Jahre gesagt

    Oh Múm! <3

  • katiliebe

    Kati Mierzwa hat vor 3 Jahre gesagt

    ACh ja, ich habe es natürlich verdient, weil ich immer hilfsbereit bin und in letzter Zeit nicht sehr viel für mich selbst gemacht habe. Ich liebe Musik und kenne die Band múm schon länger. Das wäre wirklich ein wundervolles Valentinsgeschenk! Ganz viel Liebe an euch alle ❤❤❤

  • lenastross

    Lena Stross hat vor 3 Jahre gesagt

    Liebe Kati Mierzwa, Der Gewinner ist recht eindeutig - da nur du die von uns gestellte Frage in deinem Kommentar beantwortet hast, bist du (laut AGB) die glückliche Gewinnerin der 2 Karten für Múm am Sonntag! Bitte melde dich so bald wie möglich unter gewinnspiel@etsy.com bei uns zurück! Viele Grüße, Lena

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