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Schärfentiefe meistern: Technik für dynamische Fotos

Okt 12, 2011

von Antinoos

(„View Camera“ von lddphotography.etsy.com)

Du willst noch bessere Fotos schießen? Wenn du die Einstellungen zur Schärfentiefe mit der Makro-Einstellung (oder der Linse) und Blendenzahl – auch F-Stop genannt – beherrschst, kannst du mit deinen Fotos ein bisschen Dramatik in deinem Shop schaffen.

Nichts verstanden? Eine Minute und Marlo eklärt dir gern die Details.
So kennst du dich aus, bevor der Spass so richtig losgeht.

 

 

 

 

 


(„Concrete.Zen.Tray.Long“ von atstuart.etsy.com)

Schärfentiefe: Unter Schärfentiefe wird der Abstand zwischen dem nächsten und dem am weitesten entfernten Objekt verstanden, wobei beide noch scharf dargestellt werden.

So funktioniert die Schärfentiefe: Die Brennweite deiner Kamera ist eine festgelegte Distanz zwischen der Linse und dem Hauptobjekt. Die Blende bestimmt, wie breit die Fläche ist, die in scharfen Fokus ist, vor und hinter dem Fokalpunkt. Der Blendenwert ist im wesentlichen ein Bruchteil, basierend auf der Brennweite, geteilt durch die Blendenöffnung

 

(Bild via Augustine’s Notebook)

Jetzt überspringen wir den mathematischen Teil, damit wir direkt zum kreativen Part übergehen können (ich war auch nie gut in Mathe). In Wirklichkeit existieren Tausende von Variablen, wenn du mit der Tiefenschärfe arbeitest. Hier sind ein paar Dinge, die du über Fotografie und bestimmte Art von Kameras wissen solltest, bevor du mit der Blendenzahl-Übung anfängst:

Für alle Kamerabenutzer:

  • Du solltest wissen, wie man manuell die Blende an der Kamera einstellt
  • Benutze möglichst reflektiertes, zerstreutes Licht – entweder natürlich oder Studiolicht
  • Deine Kamera sollte auf einem festen Dreifuß auf der gleichen Höhe wie dein Objekt montiert sein
  • Mach dich mit der Drittel-Regel vertraut und wie du sie auf die Bildkomposition anwenden kannst.
  • Autofokus, Verschlusszeit und Filmempfindlichkeit können dir das Leben leichter machen.

Point-and-Shoot-Kameras

  • Stell den Programm-Modus  ein
  • Benutze die Makro-Einstellung (diese Einstellung wird bei vielen Kameras als Blumensymbol angezeigt)

Digitale Spiegelreflex-Kameras

  • Kamera sollte auf AV gestellt werden, Zeitautomatikmodus
  • Setz eine Makro-Linse, mindestens 60 mm, auf deine Kamera

Übung:  Mit der Schärfentiefe deiner Kamera experimentieren.

Damit du richtig siehst, wie unterschiedliche Blendeneinstellungen die Tiefenschärfe beeinflussen können, mach drei Fotos desselben Motivs mit drei verschiedenen Blendenzahlen – jede Zahl zwei Stufen von der vorherigen entfernt. Zum Beispiel: F2.8/F5.6/F11

  1. Beweg deine Kamera näher zum Hauptobjekt. Nicht den Zoom benutzen.
  2. Such dir eine Fläche mit kleinen Details aus und rücke sie in den Mittelpunkt des Bildes.
  3. Halte den Auslöser halb gedrückt oder richte den Fokus manuell ein. So wird der Fokus gehalten.
  4. Während du den Fokus hältst, ändere den Bildausschnitt, damit dein Produkt dort zu sehen ist, wo du es im Foto haben willst. Für eine erfolgreiche Anordnung, nicht die Drittel-Regel vergessen. Versuch es zu vermeiden, die Kamera näher oder weiter weg zu bewegen – bleib am gleichen Fleck, um den scharfen Fokus beizubehalten.
  5. Wenn du mit der Anordnung zufrieden bist, schiess dein Foto
  6. Ändere den F-Stop um und wiederhole Schritt 1.-5.

Geringe Schärfentiefe (kleinste Blendenzahl) schafft den Eindruck von Tiefe, indem Vordergrund und Hintergrund rund um den anvisierten Punkt verschwommen sind. Dies ist eine wirksame Methode, um Intimität in deinen Fotos zu schaffen.
Tipp: Halte den Fokus auf dein Produkt und ordne die Komposition um, so dass der Fokalpunkt leicht neben dem Mittelpunkt des Bildes steht, um ein interessanteres Bild zu schaffen.


(„Perfume Oil“ von forstrangewomen.etsy.com)


Eine mittlere Schärfentiefe (mittelhoher F-Stop) ist nützlich für Produkte, die auf größeren Flächen detailliert sind.
Tipp: Du kannst Requisiten mit Bezug zu deinem Produkt verwenden, gerade außerhalb deines Fokus, wenn du innerhalb deines Fotos eine Geschichte erzählen willst.

Hohe Schärfentiefe (höchster F-Stop) zeigt eine maximale Fläche scharf. So kannst du gut eine Ansammlung von Produkten oder breitere Dinge darstellen, bei denen eine Menge an Details gezeigt werden sollen.
Tipp: Wenn du den Fokus auf den Mittelpunkt des Bildes richtest, bringst du die maximale Fläche vor und hinter dem Fokalpunkt in Schärfe.


(„Jar“ von creativecorksnmore.etsy.com)

Ich würde euch wirklich ans Herz legen, mit den Einstellungen an euren Kameras zu experimentieren und die Änderungen bei jedem Versuch zu beobachten. Mit ein bisschen Übung und kreativem Gebrauch des Hintergrunds und von Requisiten könnt ihr dynamische Fotos schiessen.

Frohes Fotografieren!

Marlo M. ist Organisatorin für das Seattle Etsy-Team, etsy RAIN, und Beratering für aufstrebende Künstler bei Creative Arts Consulting. Sie betreibt außerdem einen Blog mit Tipps zum Fotografieren, Small Object Photography, auf dem sie außerdem ihre Erfahrung mit Nahufnahmen kleiner Objekte teilt, sowie Beispiele inspirierender Produktfotografie.
Über SmallObjectPhotography.com kannst du Vorher/Nachher-Fotos deiner Produkte einsenden, wenn du auf ihrem Blog erscheinen willst!



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2 Kommentare

  • Sophie hat vor 7 Jahre gesagt

    Gut geschrieben, schön bebildert. So einen aufs Wesentliche reduzierten Leitfaden hätte ich mal vor 2 Jahren gebraucht ;-) !

  • mariezei

    mariezei hat vor 7 Jahre gesagt

    Freut uns, dass dir dieser Artikel gefällt. Auf deinem Blog findet man aber auch sehr schöne Bilder und bekommt direkt Hunger :)

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