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Saisonale Küche – Kürbis

Okt 27, 2011

von maikitten

Etsy.com handmade and vintage goods

Als Kind vom Land habe ich mich in jungen Jahren immer sehr auf die Erdbeersaison im Mai gefreut. Einen Monat später erkletterte man sich Süßkirschen in Nachbars Garten und die kalten Monate waren ganz klar Kohlzeit. Inzwischen bieten Supermarktregal und Tiefkühltheke das ganze Jahr über die komplette Palette an Obst- und Gemüsesorten an und es scheint ganz selbstverständlich. Als gäbe es nicht genug Auswahl bei dem reichen Angebot an saisonalen Zutaten aus heimischen Landen.

Grund genug für uns, eine neue Serie hier auf Etsys Deutscher Blog ins Leben zu rufen, in der es sich um saisonale Zutaten und den damit verbundenen Gaumenfreuden drehen soll.

Den Kochlöffel schwingen für euch Sibylle und Philipp, Schwester und Bruder, Vegetarier und Fleisch-Fresser, früher absolute Food-Banausen, heute kulinarisch auf einem guten Weg. Nächstes Ziel der beiden Küchenfreunde: ein eigener Blog rund um das Thema Essen und Gegessen werden.
ORIENTALISCHER KÜRBIS-LINSEN-SALAT mit Ziegenkäse (adaptiert von: Bon Appétit)

Kaum fallen die Blätter von den Bäumen, ist es soweit: Der Kürbis geht um. Und nicht nur nur als fiese Fratze dank der neu entdeckten Halloween-Lust. Auch auf fast jeder Speisekarte taucht er plötzlich auf. Von Butternuss bis Hokkaido, von asiatisch bis rustikal – allerdings meistens in flüssiger Form. Lecker, ohne Frage. Aber kann der Kürbis nicht vielleicht auch anders? Kann er! Als herrlich aromatischer Salat, der so manchen Gaumen herausfordern dürfte, denn die Komponenten haben es in sich: Süßer Kürbis, scharfer Rucola, erdige Linsen und der bekannte Angstgegner Ziegenkäse. Gewürzt mit den orientalischen Klassikern Kreuzkümmel und Minze, klingt das Ganze vielleicht nach kulinarischem Chaos, schmeckt aber einfach nur wundervoll. Uns jedenfalls.

Für Nachkocher:
* Wer kein Freund orientalischer Aromen ist, kann die Menge an Minze und Kreuzkümmel reduzieren.
* Alle angegeben Koch- und Backzeiten können leicht variieren. Je nachdem wie viel Biss Linsen und Kürbis haben sollen. Vorsicht: Babybrei-Gefahr. Deshalb zwischendurch immer wieder kosten.
* Im Original-Rezept wird der Salat mit 1 EL Öl und 1 EL Rotweinessig angemacht. Hat für uns nicht funktioniert, deshalb haben wir uns für eine einfache Vinaigrette entschieden – Rezept folgt. Aber: jedes selbstgemachte Dressing auf Essig/Öl-Basis sollte funktionieren.

 

ZUTATEN – für vier Hauptgerichte oder 6 Vorspeisen

Salat

120g französische Puy Linsen (am besten ohne Einweichzeit)*
800g klein gewürfelter und geschälter Butternuss-Kürbis
2 EL Olivenöl
2,5 EL Cumin (Kreuzkümmel)
0,5 TL Chilipulver
0,5 TL Paprikapulver rosenscharf
0,5 TL Meersalz
150g Rucola
100-120g weicher Ziegenkäse, klein gewürfelt
1 Bund Marokkanische Minze*
60g Kürbiskerne

Dressing (Menge reicht definitiv für weitere Salate)

7 EL Olivenöl
2 EL Walnussöl
2 EL Balsamico
1 EL Honig
1 EL Dijon-Senf
1 Spritzer Zitrone
2 Schalotten, gehackt
Salz und Pfeffer

 

1. Falls nötig: die Linsen 10 Minuten in kaltem Wasser einweichen, dann abtropfen lassen. Ofen auf 250°C vorheizen.

2. Die Linsen in die doppelte Menge kochendes Salzwasser geben und etwa 25-28 Minuten garen. Unbedingt darauf achten, dass die Linsen noch Biss haben. Bei Bedarf heißes Wasser nachfüllen. Kalt abschrecken, dann abtropfen lassen.

Parallel: Die Kürbiswürfel in eine große Schüssel geben. Olivenöl, Cumin, Paprika, Chilipulver und Salz dazu. Alles gut vermischen, so dass sich Kürbis und Gewürze gut verbinden. Dann die Kürbiswürfel in einer Lage auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. 15 Minuten im Ofen garen, dann wenden und weitere 10 Minuten rösten. Garprobe nehmen. Wer’s mit weniger Biss mag, schiebt den Kürbis für weitere 5 Minuten in den Ofen.

3. In der Zwischenzeit den Rucola waschen und das Dressing zubereiten. Alle benötigten Zutaten bis auf die Öle in einer kleinen Schüssel vermischen. Unter Rühren nach und nach das Öl dazu geben. Die Kürbiskerne ohne Fett in einer beschichteten Pfann rösten. Die Minze hacken.

4. Wenn Linsen und Kürbis den perfekten Garpunkt erreicht haben, den Rucola in eine Schüssel geben und mit 2-3 EL Dressing anmachen. Das restliche Dressing hält sich in einem Schraubglas bis zu 2 Wochen im Kühlschrank. Dann den Kürbis, die Linsen und die Hälfte des Ziegenkäses und der Minze dazu. Alles vorsichtig vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


5. Portionen auf Tellern anrichten. Mit restlichem Ziegenkäse, restlicher Minze und Kürbiskernen garnieren – und dann genießen. Schmeckt lauwarm am besten.



* gibt es in Feinkost- und Bioläden. Wer keine Puy Linsen findet, kann auch schwarze oder grüne verwenden.
** gibt es in türkischen Gemüseläden. Andere Minzsorten schmecken oft zu sehr nach Kaugummi. Dann lieber weglassen.

5 Kommentare

  • Bettina hat vor 7 Jahre gesagt

    Hört sich lecker an und sieht lecker aus :) Das Rezept werde ich mal ausprobieren. Vielen dank! LG Bettina

  • Mareike hat vor 7 Jahre gesagt

    Hmmm...das sieht wirklich sehr lecker aus! Das muss ich unbedingt mal ausprobieren solange es noch Kürbis gibt. Viele Grüße Mareike

  • Hunger hat vor 7 Jahre gesagt

    ...hab ich jetzt.. Was ist mit der Schale des Kürbis passiert, hab nämlich gerade gelesen(hier)dass die meisten das gar nict wegschmeissen, sondern als Accessoir für Halloween weiterverwenden...Machst du das auch? Ich bin seit 5 Jahren erst in Deutschland und komm urpsrünglich aus Bukarest und irgendwie lern ich erst dieses Jahr dieser Halloween kennen ;)Gruß Marike

  • Bettina hat vor 7 Jahre gesagt

    Hallo Marike, Halloween und Sankt Martin sind die schönsten Feste hier ( ich komme aus dem Rheinland) vor der Weihnachtszeit ( Halloween haben wir einfach aus den USA "adoptiert") bei beiden gehen die Kinder Süssigkeiten sammeln und basteln Laternen. Du kannst den Kürbis aushöhlen, das Fleisch für dieses Rezept verwenden und in den Kürbis eine Halloweenfratze schneiden, Teelicht reinstellen, fertig :) Mann kann die Schale auch mitessen, wenn Du eine Suppe kochst, einfach auch pürieren, oder mitsamt den Kernen in den Mixer geben. Gibt es in Bukarest auch so ähnliche Traditionen für diese Jahreszeit? Happy Halloween, und schönen Sankt Martin ( 10.November) LG Bettina

  • Nalanda hat vor 7 Jahre gesagt

    Mit Kürbis, Linsen und Rucula ist das für mich ja ein "must-cook"! ;-)

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