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Neue EU Regeln für den Verkauf digitaler Dateien

Dez 23, 2014

von Nadine Heintz

Etsy.com handmade and vintage goods
AP-Nadine

Ab dem 1. Januar 2015 treten einige bedeutende Änderungen der EU-Regelungen zur Mehrwertsteuer (MwSt.) für den Verkauf digitaler Waren und Dienstleistungen an Verbraucher in Europa in Kraft. Die neuen Regelungen legen fest, dass Unternehmen, die digitale Waren verkaufen und auf elektronischem Weg an Kunden in EU-Mitgliedsstaaten liefern, Mehrwertsteuer in Höhe des Mehrwertsteuersatzes des Landes abführen müssen, in dem der Verbraucher ansässig ist. Bislang galten die Mehrwertsteuersätze des Landes, in dem das Unternehmen seinen Sitz hat. Wenn du mit deinem Shop außerhalb der EU ansässig bist, ist es noch unklar, wie die Mehrwertsteuerregelungen angewandt werden.

Einige Etsy Shop-Inhaber wollten wissen, ob Etsy die Mehrwertsteuerzahlungen auf digitale Waren unter den neuen Regelungen abwickeln würde. Etsy war schon immer eine Plattform, auf der einzelne Unternehmer ihre Geschäfte betreiben. Etsy-Verkäufer sind selbst für die Entrichtung der anfallenden Verkaufssteuern für diese Unternehmen verantwortlich. Mit der Mehrwertsteuer verfahren wir auf dieselbe Weise. Von Verkäufern wird erwartet, dass sie die Mehrwertsteuer selbst berechnen und abführen, genau wie alle anderen Steuern, die für ihr Unternehmen anfallen.

Uns ist bewusst, dass die neuen Regelungen für Shops, die digitale Artikel verkaufen und auf elektronischem Weg an EU-Kunden liefern, einen zusätzlichen Aufwand bedeuten, und wir arbeiten zurzeit an einem Tool, das den Prozess für dich einfacher machen soll. Anfang 2015 werden wir weitere Einzelheiten dazu mitteilen. Die EU versucht ebenfalls, die Abführung der Mehrwertsteuer zu vereinfachen, indem sie in EU-Mitgliedsländern ansässigen Unternehmen die Möglichkeit bietet, an einem vereinfachten Verfahren für die Registrierung und Einreichung der Mehrwertsteuererklärung teilzunehmen. Dieses Verfahren wird als „kleine einzige Anlaufstelle“ (engl. „mini one-stop shop“ oder MOSS) bezeichnet. Auf der Website der Europäischen Kommission findest du weitere Informationen zu dieser kleinen einzigen Anlaufstelle.

Weitere Informationen

Lies diese FAQ, um weitere Informationen zu den neuen MwSt.-Regelungen zu erhalten.

In diesem Hilfe-Artikel erfährst du mehr darüber, wie die MwSt. auf Etsy funktioniert.

Besuche die Website der Europäischen Kommission, um dich eingehender zu informieren. Wenn du Etsy-Verkäufer in der EU bist, lies die Informationen zu Regelungen, die für dein Land relevant sind.

Wir empfehlen dir, einen Steuerberater hinzuzuziehen, der dich in dieser Angelegenheit ganz konkret für dein Geschäft beraten kann.

Ergänzung vom 30. Dezember 2014: 

Vielen Dank, dass ihr uns eure Bedenken zu den Konsequenzen der neuen MwSt.-Regelungen für digitale Artikel auf euer Geschäft mitgeteilt habt. Diese Neuregelung ist ein komplexes Problem, das wir gemeinsam lösen müssen, und wir bemühen uns derzeit, Lösungen auszuarbeiten, die die Sache vereinfachen sollen.

Wir haben hier genauere Informationen zu einigen der von euch geäußerten Bedenken und hoffen, diese geben mehr Aufschluss:

1) Informationen zum Land eurer Käufer: Ab Januar könnt ihr das Land eurer Käufer feststellen.

2) Kontrolle darüber, in welche Länder ihr Artikel verkauft: Ihr habt uns mitgeteilt, dass ihr die Kontrolle darüber haben möchtet, in welche Länder ihr digitale Artikel verkauft. Wir prüfen momentan, ob und inwieweit dies machbar ist, und werden euch Anfang 2015 über den neuesten Stand dazu informieren.

Einige von euch wollten wissen, ob die neuen MwSt.-Regelungen auch für digitale Artikel gelten, die Kunden per E-Mail zugestellt werden. Zumindest in Großbritannien vertritt die Regierung die Auffassung, dass PDFs, die manuell von Verkäufern per E-Mail versendet werden, nicht unter die neuen Regelungen fallen. Wir werden euch weiterhin auf dem Laufenden halten, sobald wir neue Informationen haben.

1 Vorgestelltes Kommentar

  • nicoletis

    Nicole Renard von SimplyHarmless hat vor 2 Jahre gesagt Vorgestellt

    Vielen Dank, dass ihr uns eure Bedenken zu den Konsequenzen der neuen MwSt.-Regelungen für digitale Artikel auf euer Geschäft mitgeteilt habt. Diese Neuregelung ist ein komplexes Problem, das wir gemeinsam lösen müssen, und wir bemühen uns derzeit, Lösungen auszuarbeiten, die die Sache vereinfachen sollen. Wir haben hier genauere Informationen zu einigen der von euch geäußerten Bedenken und hoffen, diese geben mehr Aufschluss: 1) Informationen zum Land eurer Käufer: Ab Januar könnt ihr das Land eurer Käufer feststellen. 2) Kontrolle darüber, in welche Länder ihr Artikel verkauft: Ihr habt uns mitgeteilt, dass ihr die Kontrolle darüber haben möchtet, in welche Länder ihr digitale Artikel verkauft. Wir prüfen momentan, ob und inwieweit dies machbar ist, und werden euch Anfang 2015 über den neuesten Stand dazu informieren. Einige von euch wollten wissen, ob die neuen MwSt.-Regelungen auch für digitale Artikel gelten, die Kunden per E-Mail zugestellt werden. Zumindest in Großbritannien vertritt die Regierung die Auffassung, dass PDFs, die manuell von Verkäufern per E-Mail versendet werden, nicht unter die neuen Regelungen fallen. Wir werden euch weiterhin auf dem Laufenden halten, sobald wir neue Informationen haben.

9 Kommentare

  • Meiserl

    Ruth Kleiber von BeadFizz hat vor 2 Jahre gesagt

    https://blog.etsy.com/en/2014/new-european-union-rules-on-the-sale-of-digital-items/ Bitte lest die über 200 Kommentare an dem englischen Blogeintrag! Es betrifft auch uns in Deutschland. Es wird keinen Kleinunternehmer-Freibetrag für digitale Produkte (z.B. Anleitungen) mehr geben. Bitte Etsy: Die ersten Shops schließen bereits ihre Pforten für Kunden innerhalb der EU. Wenn die selbe Gesetzeslage nächstes Jahr tatsächlich auch für physische Güter gelten soll, wird es zu massiven Umsatzrückgängen bei Etsy führen. Die Micro-/Einpersonen-Shops brauchen dringend Unterstützung bei der Erfüllung der Umsatzsteuerpflicht ab 1.1.2015. DANKE!

  • maschenkreisel

    Angela von maschenkreisel hat vor 2 Jahre gesagt

    Sehr schade, aber unter diesen Voraussetzungen bin ich gezwungen, mir eine andere Möglichkeit zu suchen, meine Anleitungen zu verkaufen. Gerade die Abwicklung beim Verkauf digitaler Artikel hatte mich ursprünglich bewogen, hierher zu gehen. Wenn ich aber mit einem Teil meiner Artikel woanders hin gehen muss, dann ziehen meine anderen Artikel aus meinen beiden Shops nach, denn zwei Plattformen zu betreuen ist für mich allein zu zeitaufwändig. Ich gestehe: Ich bin enttäuscht!

  • nicoletis

    Nicole Renard von SimplyHarmless hat vor 2 Jahre gesagt Vorgestellt

    Vielen Dank, dass ihr uns eure Bedenken zu den Konsequenzen der neuen MwSt.-Regelungen für digitale Artikel auf euer Geschäft mitgeteilt habt. Diese Neuregelung ist ein komplexes Problem, das wir gemeinsam lösen müssen, und wir bemühen uns derzeit, Lösungen auszuarbeiten, die die Sache vereinfachen sollen. Wir haben hier genauere Informationen zu einigen der von euch geäußerten Bedenken und hoffen, diese geben mehr Aufschluss: 1) Informationen zum Land eurer Käufer: Ab Januar könnt ihr das Land eurer Käufer feststellen. 2) Kontrolle darüber, in welche Länder ihr Artikel verkauft: Ihr habt uns mitgeteilt, dass ihr die Kontrolle darüber haben möchtet, in welche Länder ihr digitale Artikel verkauft. Wir prüfen momentan, ob und inwieweit dies machbar ist, und werden euch Anfang 2015 über den neuesten Stand dazu informieren. Einige von euch wollten wissen, ob die neuen MwSt.-Regelungen auch für digitale Artikel gelten, die Kunden per E-Mail zugestellt werden. Zumindest in Großbritannien vertritt die Regierung die Auffassung, dass PDFs, die manuell von Verkäufern per E-Mail versendet werden, nicht unter die neuen Regelungen fallen. Wir werden euch weiterhin auf dem Laufenden halten, sobald wir neue Informationen haben.

  • artil

    Eva Peters von artilda hat vor 2 Jahre gesagt

    Wäre es möglich, eine Einstellung für digitale Artikel zu ergänzen, so dass ich sie nur innerhalb der eigenen MWSt-Zone verkaufe? Oder gibt es das und ich habe es nicht gefunden?

  • maschenkreisel

    Angela von maschenkreisel hat vor 2 Jahre gesagt

    @Eva, genau das habe ich schon vor Wochen vorgeschlagen. Es ist derzeit nur möglich, wenn du deine Artikel als physische Artikel einstellst, über den Versand eine Länder-Beschränkung einfügst, und dann manuell, also per Email, versendest. Hab das jetzt mal so für den Anfang, hoffe aber, dass sich hier noch etwas ändern wird. :-)

  • ViolaVeilchenscheu

    Daria von dariakonik hat vor 2 Jahre gesagt

    Die britischen Verkäufer diskutieren gerade besonders die Verantwortlichkeit. Es könnte sein, dass Etsy als Plattform das Problem gar nicht so einfach an den einzelnen Verkäufer weitergeben darf.

  • BoathouseAndShells

    Alexa von BoathouseAndShells hat vor 2 Jahre gesagt

    Bei physischen Produkten kann man ja auch einstellen, in welches Land man bereit ist zu verschicken. Daher sollte es doch relativ leicht sein, auch für die digitalen Produkte ein Versandprofil zu erstellen. In diesem Falle würde es ja genügen, wenn man ein zusätzlich zu den vielen einzeln aufgeführten Ländern einfach wählen könnte zwischen Verkauf an EU-Länder oder Verkauf an Nicht-EU-Länder (sein eigenes EU-Land könnte man in der einzelnen Landesliste ja hinzuwählen). Wenn auf Dauer alle digitalen Artikel als physische Artikel eingestellt werden müssen um über das Versandprofil andere EU-Länder auszuschließen geht schon gewissermaßen der Wettbewerbsvorteil des Instant Downloads verloren. Wie Eva und Angela hoffe ich, dass Etsy da bald eine schnelle Lösung findet und mein Shop bald wieder online gehen kann. Nutze die Pause jetzt erst einmal für andere Anpassungen.

  • melaniemoertel

    Melanie Moertel von melaniemoertel hat vor 2 Jahre gesagt

    Wird hier noch ein Update für deutsche Verkäufer eingestellt betreffend dieses Artikels: https://blog.etsy.com/en/2015/update-european-union-rules-on-digital-item-sales/ Das wäre ganz toll! Mir ist noch unklar, ab wann wir unsere Produkte wieder zum Verkauf einstellen können, sowie, ob wir für die MWST bei einem Verkauf an deutsche Kunden nach wie vor selbst zuständig sind?

  • jasminvonhettrum

    Jasmin Ullmer von WhiteChiliHandmade hat vor 1 Jahr gesagt

    Na klasse, ich weise normal keine Mehrwertsteuer aus, da es sich einfach nicht lohnt bei der kleinen Menge, die ich verkaufe. Jetzt muss ich mir überlegen, ob ich weiterhin Anleitungen verkaufen möchte oder doch lieber schließe.

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