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Ein tolles DIY-Haarband in wenigen Schritten selbermachen

Okt 22, 2015

von Lucy Blaire

Etsy.com handmade and vintage goods

LucyPortrait

Als Näherin in einer Textilwerkstatt hat Lucy Blaire das Nähen von der Pike auf gelernt. Mittlerweile hat sie sich selbstständig gemacht und erobert derzeit die Welt des Designs und des kreativen Schreibens. Wenn sie nicht gerade in ihrem Atelier werkelt, verbringt Lucy ihre Freizeit mit Mann und Tochter in Catskill, New York.

Am liebsten entwerfe ich Sachen für meine Tochter. Allerdings ist sie wie die meisten Kleinkinder ziemlich wählerisch – und dickköpfig. Außerdem frech, unkooperativ und so ziemlich jedes Synonym für „etwas schwierig“. Heute liebt sie Blumen und Kleider, morgen alles mit Tintenfischen. Vorige Woche musste alles lila, lila, lila sein und noch ein Kleks lila oben drauf.

Kein Wunder, dass sich meine Designs verändert haben, seitdem meine Tochter auf der Welt ist. Heute bin ich eher für die schnelle, einfache Lösung als für liebevoll gefertigte Stücke, die sich über Generationen halten. Das perfekte Projekt für Kleinkinder ist übrigens das Stirnband. Dafür braucht man nur ganz wenig Stoff — es kann ein altes T-Shirt sein oder ein Stück Reststoff — und ein bisschen Zeit, et voilà: Du hast etwas Niedliches und Praktisches für dein Kind genäht, das sich in Minuten austauschen lässt, solltest du mal wieder dem schrecklichen Irrtum aufgesessen sein, die heutige Lieblingsfarbe sei grün, obwohl sie doch hellgrün ist. Sowas aber auch.

Stirnband1

Du brauchst:
Lineal
Maßband
Kugelspitznadel
Schere
Auswaschbarer Stoffmarker
Stecknadeln
Elastischer Strickstoff (am besten mit Elastan)

Stirnband2

Messe zuerst den Kopfumfang deines Kindes und schreibe die Zahl auf. (Meistens liegt der Kopfumfang bei Säuglingen zwischen 40 cm und 45 cm, bei Kleinkindern zwischen 48 cm und 53 cm. (Meine Tochter ist zweieinhalb und ihr Kopf hat einen Umfang von 48 cm.) Um zu testen, wie dehnbar der Stoff ist und wie viel du für das Stirnband brauchst, schneide eine 15 cm lange und 2 cm breite Stoffprobe aus. Achte darauf, dass du die langen Seiten senkrecht schneidest (also mit dem Fadenlauf des Stoffes). Dehne den Stoffstreifen vorsichtig bis er sich zusammenrollt. Messe noch einmal und notiere die Längendifferenz. Mein Stoff war danach 2,5 cm länger.

Stirnband3

Als nächstes berechnest du die Stofflänge, die du für das Stirnband ausschneidest (die Breite ist immer 10 cm). Beginne mit dem Kopfumfang — der Zahl, die du ganz am Anfang aufgeschrieben hast — ziehe ab, wie viel sich deine Stoffprobe gedehnt hat, und ziehe dann noch mal 5 cm ab. Für mein 48 cm Stirnband brauche ich also ein Rechteck von 40 cm mal 10 cm. Achte darauf, dass du die lange Seite wie zuvor bei der Stoffprobe senkrecht positionierst. Schneide jetzt den Stoff für das Stirnband aus. Ganz wichtig: Wenn du den Stoff in der falschen Richtung schneidest, rollt er sich gedehnt nicht zusammen.

Stirnband4

Zeichne mit einem Stoffmarker parallele Linien auf der Stoffrückseite ein, die jeweils 2,5 cm voneinander und 2,5 cm von jedem Rand entfernt sind. Beginne bei 5 cm an einem Stoffende, schneide entlang der Linien und höre etwa 5 cm vor dem gegenüberliegenden Stoffende auf.

Stirnband5

Dehne den Stoff vorsichtig, bis sich die Streifen aufrollen.

Stirnband6

Bringe die beiden flachen Stoffseiten zusammen, damit sie sich um 1,2 cm überlappen. Befestige die Stücke mit einer Stecknadel.

Stirnband7

Ersetze die normale Nadel deiner Nähmaschine durch eine Kugelspitznadel (für Strickstoffe), und nähe dann mit einem Zickzack-Stick über die überlappenden Stoffenden. Die Stecknadeln nimmst du beim Nähen heraus. Anschließend vergrößerst du die Schlitze mit einer Schere bis fast an den überlappenden Teil und dehne das Ganze noch einmal.

Stirnband8

Alle Fotos von Lucy Blaire.

 

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