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How Tuesday: Wir weben einen Ojo de Dios

Okt 11, 2011

von xkristinax

(Bilder von Emily Munn)

Ihr habt noch eine freie Stelle an der Wand oder im Fenster, die ihr gerne mit einem selbst gemachten Projekt schmücken würdet? Wie wäre es mit dieser farbenfrohen Flechtarbeit namens Ojo de Dios (spanisch für „Auge Gottes“)? Etsy-Verkäufer Jay Mohler hat in seinen Hippy-Zeiten in den späten 60er Jahren angefangen, Ojos de Dios zu machen. Er erklärt euch, wie es geht:

 


Materialien:
– Rundhölzstäbe / Stöcke
– Garn / Wolle
– Schere
– Nadel mit einem weitem Nadelöhr und stumpfer Spitze

1. Planen: Das Muster eines 8-seitigen Ojo besteht aus zwei zusammengesetzten 4-seitigen Ojos. Jeder Stab hat in der Mitte eine Einkerbung. Die Stäbe können dadurch enger aneinander gebunden werden. Um das Garn sehr fest spannen zu können, mache ich alle 2,5cm mit einem Taschenmesser kleine Kerben in den Stab. Bei einem 30 cm breiten Ojo sind die Abstände der Einkerbungen dichter. Die Kerben halten das Garn und sind gleichzeitig Hilfslinien für das Muster. Neben dem Muster sind auch die Farbkombinationen sehr wichtig. Lass dich von deiner Umgebung, der Natur oder einer harmonischen Farbgestaltung inspirieren.

2. Weben: Lege die beiden Stöcke in Kreuzform übereinander und lege den Wollfaden über den Knotenpunkt der beiden Stäbe. Der Faden wird 2x um den Stab gewickelt und dann legt man den Faden 2x um den danebenliegenden Stab. So geht man seine Runde von Stab zu Stab und lässt den „Diamanten“ entstehen. Achte von Anfang an darauf, das Muster möglichst gleichmäßig zu halten. Schau dir die Abstände zwischen den Fäden an und die Ausmaße des Diamanten-Musters auf jedem einzelnen Stock. Wenn du nicht zufrieden bist, beginne vor vorne. Fehler sind recht leicht zu korrigieren, wenn sie früh genug verbessert werden.

 

 

3. Neue Farben hinzufügen: Um mit einer neuen Farbe zu beginnen, kürzt du den Faden der vorherigen Farbe auf 2,5 cm und knotest daran den neuen Faden. Die Enden lässt du lose an dem Stock herunterhängen und kannst sie nach ein paar Umwickelungen kürzen, sobald alles sicher und festsitzt.

4. Das zweite Set der Stöcke vorbereiten: Wenn du den zentralen Diamanten fertig hast, schneidest du die farbige Wolle ab. mit der du grad arbeitest und lässt das Ende so lang, dass alles an Ort und Stelle bleibt, wenn du den Faden feststeckst. Bereite das neue Set auf die gleiche Weise wie das erste vor. Nachdem du mit dem zentralen Diamanten fertig bist, bereite das zweite Stockpaar mit einem einfarbigen, etwas größeren Viereck vor, das hinter dem ersten Diamanten platziert wird.

 

 

5. Befestige die beiden Sets aneinander: Wähl deine nächste Farbe aus. Den Anfang des neuen Fadens sicherst du, indem du ihn einmal um die Enden der vorherigen Farbe wickelst und auf der unteren Seite über das Kreuz hinweg auf die andere Seite bringst, den Stab 2x umwickelst und von hier wieder zum Ausgangspunkt bringst, wie auf dem Bild zu sehen ist. Diesen Vorgang wiederholst du vier Mal und machst einen einfachen Knoten (später könnt ihr von diesem Ende aus eine neue Farbe anfangen).

 

 

6. Webe weiter: Benutze deine Fingernägel beim Weben, um die einzelnen Fäden in ein glattes Muster zu schieben. Bei jedem Ojo, das ich mache, helfe ich ständig mit meinen Fingernägeln auf der Vorder- und Rückseite nach. Es ist wichtig, das die Stäbchen immer einen gleichen Abstand zueinander haben. Bei diesem Ojo habe ich ein kaleidoskopisches Muster gewählt, bei dem ich die Farben oft ändere.

Es ist eine kleine Herausforderung, dass das Muster nicht wie ein langweiliges Quadrat aussieht. Ich denke, dass Kreise und Diamanten sehr viel schönere Formen sind. Eine weitere Herausforderung ist es, harmonierende Farben auszuwählen. Es sollte genug Kontrast zwischen den Farben sein, damit sie nicht ineinander verlaufen und sich von den anderen nicht mehr richtig abheben. Achte aber auch darauf, dass die Farben nicht zu hart aufeinanderstoßen.

7. Denke an die Farben: Es ist wichtig, neben dem klassischen Farbenrad, darauf zu achten, wie Farben zueinanderpassen: Primärfarben, Pastellfarben, Erdfarben, Diamantenfarben. Manche würden sagen, dass man diese Arten nicht miteinander mixen sollte. Ich meine: Mixt ruhig, aber achtet auf die unterschiedlichen Wirkungen. Ich mixe oft Erdtöne mit Diamantentönen, um Highlights zu erzeugen (genau wie Pastelltöne).
Ich fange ein Ojo immer mit 15 bis 20 verschiedenen Garnknäueln neben mir an, aber enge die Auswahl dann Stück für Stück ein. Für ein größeres Ojo, nehme ich ca. 15 Farben. Farben sollten wenigstens einmal im Muster wiederholt werden. Es macht auch Sinn, ein oder zwei Farben auszuwählen, die das Muster dominieren und alle anderen Farben danach auszuwählen. Trotz all dieser allgemeingültigen Regeln über Farben, habe ich viele davon oft gebrochen. Hab keine Scheu davor! Kreiere intuitiv.

 

 

8. Umrandung: Jetzt wird endlich der Rand hinzugefügt. In der Regel wird der Faden einmal um jedes Stöckchen gewickelt, aber in der letzten Runde wickele ich ihn manchmal noch ein paar Mal extra um die Enden – die letzte Gelegenheit, um das Muster regelmäßig erscheinen zu lassen. Wenn ich das letzte Mal beim Anfangsstöckchen ankomme, stecke ich das Ende vom Garn unter bei jeder Umwickelung. Das Ende wird bis auf etwa 2,5cm abgeschnitten und auf der Rückseite zwischen das umwickelte Stöckchen und den Rand des Ojo gesteckt.

 

 

9. Verzierung: Das Ojo könnte hier auch schon fertig sein, aber in der Regel besticke ich den Rand noch mit einer Sticknadel. Du kannst ein bisschen experimentieren, wenn du diese Art von Design verwendest, um ein Gleichgewicht zwischen dem Muster, das durch Garn entsteht, und den freien Stellen dazwischen zu finden. Ich würde jeden dazu ermutigen, sein Ojo zu besticken. Es gibt kein Ende der Möglichkeiten und du kannst deinem Ojo deine ganz eigene Note geben, wenn du es ganz nach deinen Vorstellungen bestickst. Designs können auch innerhalb der Umrandung hinzugefügt werden und sogar benutzt werden, um das Garn in eine andere Position zu ziehen. Wenn ich mit meinem Ende des Stickgarns zurück zum Anfangspunkt gelangt bin, binde ich die zwei Enden zusammen zu einem Knoten.

 

 

10. Letzter Schritt: Zuletzt muss nur noch eine Schlaufe auf der Rückseite hinzugefügt werden, damit das Ojo aufgehängt werden kann.

 

Viele verschiedene Arten von Ojos könnt ihr euch in Jays Etsy-Shop oder in seiner Facebook-Gruppe „Ojos de Dios, Yarn Mandalas of the World“ ansehen, wo Weber aus vielen Ländern rund um den Globus ihre Arbeit ausstellen. Frohes Weben!

Zeigt Bilder von euren selbst gemachten Projekten bei uns in der Etsy-Labs Flickr Gruppe.


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