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Fünf Schritte für ein einfaches Produktfoto-Shooting

Jul 9, 2014

von Lyndsey James

Etsy.com handmade and vintage goods

Dieser Blogpost ist Teil einer Serie, die von Lyndsey (PhotocraftTM) für das Foto Etsy School Modul geschrieben wurde. Die Etsy School ist ein Weiterbildungsprogramm mit theoretischen und praktischen Projekten, an denen du mit deinem Team teilnehmen kannst. Erfahre hier mehr über die Etsy School.

Für viele Etsy-Verkäufer ist das Fotografieren ihrer Produkte eine gefürchtete Aufgabe, die sie immer wieder auf die lange Bank schieben. Das Beschaffen oder Herstellen deiner Produkte macht doch so viel mehr Spaß, nicht wahr? Doch wenn es darum geht, perfekte Produktseiten zu erstellen, die deine Produkte VERKAUFEN, setzen Fotos, die genauso fantastisch aussehen wie deine Produkte, dem Ganzen das Sahnehäubchen auf!
Häufig wissen Verkäufer gar nicht, wo sie beginnen sollen, und machen so den Fehler, einfach drauf los zu knipsen. Sie machen möglichst viele Fotos und hoffen auf das Beste.
Wenn du zu diesen Personen gehörst, möchten wir dir den Kummer um deine Fotos, die wie ein schlechtes Spiegelbild deines fabelhaften Produkts aussehen, ersparen.

Im Folgenden zeigen wir dir in fünf Schritten ein Verfahren, mit dem du immer wieder tadellose Fotos machen kannst. 

Schritt 1: Finde den perfekten Ort für die Aufnahmen

Der ideale Ort, um deine Produkte zu fotografieren, sollte eine Quelle für viel natürliches Licht haben, also zum Beispiel ein großes Fenster. Außerdem musst du sicherstellen, dass genügend Platz für dich, deine Produkte, einen großen Tisch oder eine große Stellfläche auf dem Fußboden, auf dem bzw. der du arbeiten kannst, eine Reihe von Requisiten und Hintergründen sowie für ein Stativ vorhanden ist.

Zu diesem Zeitpunkt ist es wichtig, dass du dein Produkt auf die Fläche stellt, die du verwenden möchtest, und dir anschaust, wie das Licht darauf fällt. Du könntest an dieser Stelle sogar einige Testaufnahmen machen, um sicherzugehen, dass du mit dem Licht zufrieden bist.

Schritt 2: Montiere deine Kamera mit dem richtigen Blickwinkel auf einem Stativ

Ein Stativ lässt deine Bilder schärfer aussehen, da die Kamera bei den längeren Verschlusszeiten, die beim Fotografieren in Innenräumen oftmals erforderlich sind, absolute stillgehalten wird. Doch dies ist nicht der einzige Vorteil, den unser dreibeiniger Freund zu bieten hat!

Eine auf einem Stativ montierte Kamera bewegt sich nicht jedes Mal, wenn du das Motiv veränderst, was bedeutet, dass du das Foto nach und nach aufbauen kannst, bis du die perfekte endgültige im Kasten hast.

Positioniere die Kamera so, dass die Aufnahme dem Kunden das Produkt aus dem perfekten Blickwinkel zeigt und die besten Merkmale des Produkts unterstreicht. Hierbei kann es sich um eine Frontalaufnahme, eine Seiten- oder Draufsicht oder mehrere unterschiedliche Blickwinkel handeln. Wenn du dann bereit bist, eine weitere Aufnahme des Produkts zu machen, musst du lediglich die Schritte 2 bis 5 erneut durchführen.

Schritt 3: Füge Hintergründe/Flächen hinzu

Nachdem du jetzt weißt, aus welchem Blickwinkel du das Produkt fotografieren willst, kannst du deine Szene aufbauen.

Du weißt am besten, ob du eine Fläche benötigst, auf der du das Produkt aufstellen kannst, oder ob zusätzlich ein Hintergrund notwendig ist.

Achte darauf, dass deine Hintergründe nicht zu stark ablenken. Entscheide dich statt für kräftige Muster eher für subtile Texturen und zögere nicht, mithilfe von Farbe, Stoffen, Fliesen und Tapeten deine eigenen Hintergründe zu gestalten. Der Hintergrund muss lediglich groß genug sein, um das Bild zu füllen. Daher kannst du auf diese Weise ganz leicht eine Raumkulisse vortäuschen.

Da deine Kamera auf dem Stativ befestigt ist, kannst du verschiedene Hintergründe und Flächen ausprobieren, bis du damit zufrieden bist, wie das Ganze durch die Linse betrachtet aussieht.

Schritt 4: Drehe deinen Szenenaufbau, um die perfekte Beleuchtung zu erhalten

Indem du eine zusätzliche „falsche“ Oberfläche auf dem ursprünglichen Tisch bzw. der Bodenfläche verwendest, kannst du die ganze Szene nun mühelos drehen, um den Lichteinfall zu regulieren.

Eine Änderung der Position kann das Aussehen von Produkt und Hintergrund völlig verändern. Versuche also, den Szenenaufbau zu verschieben und zu drehen, und experimentiere mit Licht, das von einer Seite oder etwas hinter der Szene einfällt, um dem Ganzen so ein natürlicheres Aussehen zu geben.

Wenn die Lage des Fensters auf der gegenüberliegenden Seite der Szene unerwünschte Schatten versursacht, kannst du weißes Kartonpapier als Reflektor verwenden, der Licht in die Schattenbereiche lenkt.

Schritt 5: Füge dem Bild nach und nach Requisiten hinzu

In diesem Stadium hast du Kamera, Stativ, Beleuchtung, Reflektoren und Hintergründe vorbereitet und bist bereit, loszulegen! Du musst nur noch deine Requisiten hinzufügen.

Halte eine Auswahl an Requisiten griffbereit in deiner Nähe. So kannst du ausprobieren, wie sie durch die Linse aussehen, und sie solange in das Bild hinein- und wieder herausschieben, bis du mit dem Ergebnis zufrieden bist. Eine Requisite, die nur halb im Bild zu sehen ist, wirkt natürlicher als eine Gruppe von Objekten, die alle perfekt sichtbar sind.

An diesem Punkt wirst du feststellen, wie VÖLLIG anders deine Szene durch die Kamera als mit bloßem Auge betrachtet aussieht. Deine Fotos sehen daher sofort viel besser aus, wenn du dieses Verfahren verwendest und durch den Sucher schaust, während du nach und nach Requisiten in das Bild einfügst.

Selbstverständlich wird das Ganze erheblich dadurch erleichtert, dass sich Kamera und Stativ nicht bewegen, während du den Szenenaufbau perfektionierst!

Ich hoffe, diese Schritte werden dir bei deiner Produktfotografie helfen, und würde mich freuen, etwas über deine fotografischen Abenteuer zu hören.

Willst du mehr über Produktfotografie lernen? Starte ein Team oder trete einem bei und organisiere das Etsy School Fotografie Modul (Teamkapitäne können sich hier anmelden).

Berufsfotografin Lyndsey James ist Gründerin von Photocraft , einer Online-Produktfotografie-Schule für Designer und Hersteller. Sie hält Vorträge über die Bedeutung von hervorragender Fotografie für erfolgreichen Online-Verkauf auf Craft-Veranstaltungen in ganz Europa. Wenn du mit bestimmten Aspekten der Fotografie für deinen Etsy-Shop Probleme hast, solltest du www.photocraft.org unbedingt besuchen. Du findest dort eine Reihe von Kursen für unterschiedliche Budgets. Es steht sogar ein Terminkalender mit kostenlosen Fotografie-Webinaren zur Verfügung, in die du vorab hineinschnuppern kannst! Alle Kurse sind über Tablet, Smartphone oder Laptop zugänglich, sodass du von überall daran teilnehmen kannst.

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