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Das richtige Brautkleid finden mit Kisui-Brautmoden

Mrz 18, 2016

von lenastross

Etsy.com handmade and vintage goods

Der Hochzeitstag wird nicht nur von Bräuten als „der schönste Tag im Leben“ bezeichnet. Dies mag für manche altmodisch klingen, aber dennoch werden für diesen einen Tag nach wie vor Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt um in unvergesslich zu gestalten. Dazu gehört natürlich auch das Brautkleid. Kein anderes Kleid fordert Frauen so heraus, finanziell und nervlich – denn da man es ja nur an diesem einzigen Tag tragen kann, muss schon alles perfekt sein, Form, Farbe und Preis.

Die Expertinnen von Kisui haben uns bei unserem „Wedding Studio“ am 30.01.ihre Geheimnisse verraten und geben ihre Tipps und Tricks nun auch an euch weiter. Behandelt werden vier Bereiche: Kleiderform, Stoff, Zeitplan für die Brautkleidsuche und Tipps für die Anprobe. So findet ihr bestimmt das für euch perfekte Brautkleid!

1. Die Form des Kleides


A-Linie (Siehe LaceBridal)

Die A-Linie ist die klassischste Form bei Brautkleidern. Sie ist deshalb so beliebt, weil sie mit dem schmalen Oberteil und dem ab der Hüfte weiter werdenden Rock fast allen Figurtypen steht. Es ist auch möglich, verschiedene Top – und Rockformen mit einander zu kombinieren. Wer gerne eine breitere A-Form schaffen möchte, fügt einen Reifrock hinzu.

Die X-Linie (siehe Femkit1)

Mit der X-Linie betont die Braut ihre Schultern und Hüfte, meist durch hübsche Raffungen oder schöne Ärmel-Formen. So zaubert man z.B. schnell eine schmale Taille. Hier hilft auch zusätzlich ein Gürtel. Ein V-Dekoletée unterstreicht den Stil mit einem eher runden Ausschnitt brecht Ihr die strenge X-Form etwas auf.

Duchess- oder Kuppel-Linie (siehe VICTORIASPIRINA)

Dies ist das Prinzessinnenkleid schlechthin. Jede Braut, die vom Märchenball träumt, ist damit gut beraten. Ab der Taille wird der Rock sehr bauschig. Ihr solltet nicht zu klein sein, damit das Kleid Euch nicht “verschluckt”. Aufgrund der Silhouette kann das Kleid schnell überladen wirken, also seid vorsichtig mit Strass, Spitze und Co.

Die Empire-Linie

Diese Kleidform ist für die Romantikerin unter den Bräuten. Hier ist das Oberteil recht schlicht, meist mit einem Gürtel oder einem Abnäher direkt unter der Brust. Durch diese Form kann schnell ein kleines Bäuchlein kaschiert werden, gerade durch Raffungen, Spitzenapplikationen oder Satin-Bändern.

Die I-Linie (siehe LureCouture)

Dies ist eine sehr gerade und schlichte Form. Sowohl Oberteil als auch Unterteil sind gerade und enganliegend geschnitten. Oft ist der Rock auch mit einem seitlichen Schlitz versehen. Durch die Schlichtheit des Kleides kann der Fokus hier mehr auf Accessoires gelegt werden.

Fit&Flare (siehe Femkit)

Ein Fit&Flare Kleid sitzt sehr eng am Körper und wird aber der Hüfte weiter in Form eines weiten Rockes. Der Rock lässt viel Beinfreiheit und ist daher sehr bequem für einen langen Tag. Eventuelle Problemzonen an Oberschenkel und Hüfte können so perfekt kaschiert werden, während eine schöne Taille betont wird.

Die Ballonlinie (siehe Kisui)

Diese Form hat ab der Hüfte einen sehr bauschigen Rock, der aber nach unten hin wieder enger wird. Raffungen und ein Spiel mit Stoffen sind bei diesem Stil besonders schön. Diese Form trägt schnell auf, daher ist dieses Kleid eher für zierlichere Frauen geeignet.

Fishtail

Der Fishtail ist quasi eine extreme Variante des Fit&Flare, hier geht die enge Körperbetonung bis zum Knie und danach wird der Rock wieder weiter. Durch den engen Schnitt und die Betonung auf die Rundungen, ist dieser Stil eher etwas für Mutige.

Am Ende ist es aber schlicht und einfach wichtig, dass das Kleid zur Form eures Körpers passt und ihr euch darin wohl fühlt!

2. Der richtige Stoff für’s Brautkleid

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Am Tag der Hochzeit macht euer Brautkleid so Einiges mit: Laufen, Sitzen, Zittern, Lachen, Tanzen, Umarmungen, Regen, Sonne, Essen, Kaffee etc….das bedeutet es muss sich einfach gut anfühlen. Dafür ist aber nicht nur die Schnittform entscheidend, sondern auch der Stoff aus dem es gemacht ist. Hier kommen die häufigsten Stoffe im Überblick:

Seide

Seide wird aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen und ist daher ein Naturstoff. Er ist sehr weich und verleiht den Brautkleidern einen tollen Schimmer. Das tolle an Seide: Sie kühlt, wenn es warm ist und wärmt, wenn es kalt ist. Kisui nutzt sogar eine besondere Stretch-Seide, die noch angenehmere Trageeigenschaften hat.

Taft

Taft ist ein festes Gewebe, das ursprünglich aus Seide bestand, wobei der Seidenanteil immer mehr durch Polyester ersetzt wird. Es ist ein dicker Stoff und sorgt für einen festen Sitz des Kleides, ist dabei aber leichter als beispielsweise Satin. Auch Taft gibt dem Kleid einen edlen Glanz. Bei Taft sollte die Trägerin jedoch vorsichtig sein – der Stoff knittert leider schnell.

Tüll

Tüll ist ebenfalls eine Gewebeart, die aus verschiedenen Stoffen bestehen kann. Wie bei Taft wird oft Polyester verwendet. Mit den Fäden wird eine Netzstruktur verknüpft, so dass ein transparenter aber steifer Stoff entsteht. Durch seine Leichtigkeit eignet er sich perfekt, um Volumen in ein Brautkleid zu bringen, ohne es zu beschweren.

Chiffon

Chiffon ist ein sehr leichtes Gewebe, das luftig und transparent ist. Kleider, die aus diesem Stoff gefertigt sind, sind perfekt für Hochzeiten im Hochsommer. Der Stoff bewegt sich in jedem kleinen Lufthauch und kühlt die Trägerin. Meist werden mehrere Lagen übereinandergelegt, um die Transparenz abzuschwächen.

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Verschiedene Stoffe. Bild von Zuzu Birkhof

Satin

Ein weiterer weit verbreiteter Stoff für Brautkleider ist Satin. Durch seine Schwere fällt er einzigartig und knittert fast überhaupt nicht. Satin ist sehr weich und glatt, sein Glanz unterstützt einen lebendigen Teint. Dieser Stoff ist für fließende Brautkleiderschnitte hervorragend geeignet.

Leinen

Leinen ist ein eher ungewöhnlicher Stoff für Brautkleider. Er ist schwer und knittert leicht. Am ehesten wird er neben Baumwolle für traditionelle Brautkleider wie Dirndl verwendet. Leinen wirkt rustikal und eignet sich für traditionelle einfache Schnitte. Der Vorteil ist, dass es sich leicht Färben lässt und bunte Brautkleider damit kein Problem sind.

Spitze

Spitze besteht meist aus Verzierungen bestehend aus Blumenmotiven oder Mustern. Sie wirkt edel bis romantisch. Die Optionen reichen von kleinen Spitzenapplikationen bis hin zu Kleidern, die komplett aus Spitze bestehen. Bei nicht so hochwertiger Spitze kann es dazu kommen, dass das Kleid juckt oder scheuert. Wenn Ihr euch für Spitze entscheidet, achtet also darauf, dass sie weich und hochwertig ist.

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Verschiedene Optionen fürs Brautkleid. Bild von Zuzu Birkhof

3. Der Zeitplan für die Brautkleidsuche

Jeder hat ganz eigene Vorstellungen von seinem Brautkleid. Die einen wissen schon seit sie 9 sind wie ihr Kleid aussehen soll, andere machen sich erst nach dem Antrag Gedanken. Man kann Kleider online bestellen, Termine in Brautmoden-Geschäften machen oder spontan shoppen gehen. Wir stellen euch dennoch einen groben Zeitplan vor, den wir von Kisui übernommen haben:

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Zeitplan für die Brautkleidsuche nach Kisui. Bild von Zuzu Birkhof

12 – 8 Monate vor der Hochzeit

Kostenrahmen festlegen

Es ist tatsächlich wichtig sich einen Rahmen zu setzen und sich an dieses Limit zu halten. Man kann für jedes (noch so kleine) Budget ein schönes Kleid finden. Wenn Ihr trotz kleinem Budget ein Designerkleid haben wollt, dann schaut euch nach Vintage-Kleidern um. Vergesst nicht die Accessoires (auch diese kann man gebraucht kaufen) – sie bringen den letzten Schliff.

Stil der Hochzeit und ungefähren Termin festlegen

In den meisten Fällen legt das Paar gemeinsam ein Thema für die Hochzeit fest (falls es denn ein Thema geben sollte). Anknüpfend daran kann die Brautkleidsuche starten. Es ist natürlich auch wichtig, wie das Wetter am Tag der Hochzeit ungefähr wird. Der Stil wird an Sommer oder Winter angepasst.

Inspirationen sammeln

Meistens hat man bereits eine grobe Vorstellung im Kopf, wie das Kleid aussehen oder nicht aussehen soll. Es gibt Unmengen von Brautmagazinen, Blogs und Online-Magazinen die euch Inspiration liefern können. -> schaut doch auch mal hier vorbei: Etsys Hochzeits-Styleguide

8 – 6 Monate vor der Hochzeit

Brautkleid-Suche

Nun solltet Ihr mit der aktiven Suche starten. Denkt daran, dass man für die meisten Brautmodeläden einen Termin für die Anprobe ausmachen muss. Es ist immer empfehlenswert, jemanden mitzunehmen. Zwar sind die meisten Brautmodeverkäuferinnen kompetente Beraterinnen, aber jemand der euch gut kennt, kann viel besser einschätzen, ob das Kleid zu euch passt. Um euch aber nicht komplett aus dem Konzept zu bringen, sollten es nicht mehr als 2-3 Berater sein.

Zeit für Experimente

Falls Ihr für die Hochzeit noch eine andere Haarfarbe oder endlich mal Spraybräune ausprobieren wollt, dann macht es jetzt. Jetzt ist noch genug Zeit eventuelle Katastrophen zu beseitigen – noch kann umgefärbt werden und Bräunungsunfälle verschwinden noch. Denkt auch daran, wenn Ihr im Urlaub seid, die Bikiniträger beim Sonnenbaden lieber abzunehmen, damit es keine unschönen Streifen gibt.

6 – 3 Monate vor der Hochzeit

Accessoires shoppen

Wenn ihr euer Traumkleid gefunden habt, ist es Zeitt, passende Accessoires zu finden. Ihr solltet auch ein Probestyling vereinbaren, um schon einmal den kompletten Look begutachten zu können und eventuelle Änderungen vorzunehmen.

Standesamt Outfit

Nicht alle Bräute feiern kirchlich oder haben einen separaten Termin für die Standesamtliche Trauung. Hier habt ihr die Möglichkeit noch einmal ein komplett neues Outfit auszuprobieren oder ihr haltet euch einfach an den Stil der kirchlichen Hochzeit.

6 – 4 Wochen vor der Hochzeit

Übung macht den Meister

Bitte bedenkt, dass brandneue Schuhe oft noch drücken und die Sohlen hart sind. Daher macht es Sinn die Schuhe vorher einzutragen, schon mal eine kesse Sohle aufs Parkett zulegen und auch die Accessoires fühlen sich gewohnter an, wenn ihr sie schon mal Probe getragen habt (geht auch heimlich abends im Schlafzimmer)

Letzte Anproben

Ca. vier Wochen vor der Hochzeit sollte die letzte Anprobe stattfinden. Jetzt sollte euer Gewicht nicht mehr viel schwanken und die letzten Feinabstimmungen können gemacht werden.

1 Woche vor der Hochzeit

Das Kleid abholen

Freut euch, ihr könnt das Prachtstück mit nach Hause nehmen. Aber lasst es den Bräutigam nicht sehen!

Ein Notfallset vorbereiten

Für ein kleines Notfallseit sollten Nadel und Faden auf jeden Fall nicht fehlen, aber auch Taschentücher, Kopfschmerztabletten und Blasenpflaster können Helfer in der Not sein. Das Notfallset ist gut bei eurer Trauzeugin aufgehoben, sie kann euch auch beim Nähen helfen, falls doch ein Malheur passieren sollte

Der Hochzeitstag

Ruhe bewahren und einfach fantastisch aussehen

…denn du bist perfekt vorbereitet 🙂

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|“Ruhe bewahren“ Annkathrin von Kisui | Foto: Zuzu Birkhof 

Nach der Hochzeit

Aufbewahrung

Nach der Hochzeit gib es verschiedene Möglichkeiten. Am wichtigsten ist, das Kleid erst mal reinigen zu lassen, denn wenn sich Schmutz erst einmal festgesetzt hat ist er schlecht heraus zu bekommen.
a) Verkaufen. Viele Bräute sind auf der Suche nach Second-Hand Kleidern. Ihr hattet das gute Stück ja schließlich nur einmal an und es ist daher noch gut in Schuss.
b) Weiter verarbeiten. Falls ihr euch nicht von eurem Kleid trennen könnt, besteht z.B. die Option es umzufärben und als schickes Abendkleid zu tragen oder es kürzen zu lassen und es als festliches Sommerkleid umzufunktionieren.
c) Aufbewahren. Wenn ihr euch dazu entscheidet das Kleid so wie es ist aufzubewahren, dann ist es wichtig, dass ihr es luftdicht verpackt (z.B. Vakuum-Verpackung) damit es so lange wie möglich gut aussieht.

4. Tipps für die Anprobe

Das Team bei Kisui hat schon viel erlebt und weiß, was es für eine erfolgreiche Anprobe braucht. Wie schon erwähnt, solltet ihr wirklich einen Termin zur Anprobe ausmachen – so hat die Verkäuferin viel Zeit für euch eingeplant und kann euch bestmöglich beraten.

Unbedingt ohne dickes Make-Up kommen – die Kleider müssen oft über den Kopf angezogen werden und sonst hinterlasst ihr womöglich unschöne Spuren auf dem hellen Stoff.

Tipp: Lieber nicht mit frisch gewachsten Beinen/Armen/Achseln zum Anprobieren kommen – die Reibung des Stoffes (gerade wenn man viele Kleider anprobiert) kann unschöne Reizungen verursachen.

Am besten zieht ihr bequeme, hautfarbene Wasche ohne Nähte an – so drückt nichts durch und ihr könnt euch ganz auf das Kleid konzentrieren.

Nun seid ihr bestens vorbereitet um das perfekte Kleid zu finden!

Bilder: Zuzu Birkhof Wedding Pictures 

1 Kommentar

  • Aricia

    Andrea Fahrbach von Gewandfantasien hat vor 1 Jahr gesagt

    Etwas verspätet aber jetzt tatsächlich erst gesehen: Danke, dass ihr ein Kleid von Gewandfantasien mit aufgenommen habt!

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