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Budget Basics: Finanzplan für 12 Monate

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Dieser Artikel ist die Übersetzung eines Beitrags von Jason zum US-Seller Handbook. Die Originalversion findet ihr hier.

Jason, a.k.a. JJMFinance, ist lizenzierter Buchhalter und Treasury-Ersteller mit einer Leidenschaft für Finanzgeschäfte und Fortbildung. Er verwendet den linken Teil seines Hirns für Zahlenspiele und den rechten für Handgemachte Kunst. Seine Frau verkauft seit 2007 auf Etsy und er steht ihr bei der Buchhaltung, Steuern und der rechtlichen Seite ihres Unternehmens zur Seite. Nachdem Jason ihr ein Buchhalter-System entworfen hatte, dachte er sich, “Wenn das meiner Frau hilft, nützt es anderen Etsy-Verkäufern sicher auch!”. Also zeigt Jason uns heute, wie man einen Finanzplan für sein eigenes kleines Unternehmen entwirft.

Ein Budget ist nichts anderes als eine detaillierte Einschätzung von Umsatz und Kosten für einen bestimmten Zeitraum. Ein Budget erlaubt einem, einen “finanziellen Blick in die Zukunft zu werfen”, um abzuschätzen, wie ein Unternehmen sich ausnehmen wird.

Ich schlage in der Regel 12 Monate als Zeitrahmen vor. Ein Jahr kann man sich einfacher im Voraus vorstellen als 50 Jahre, aber es ist immer noch eine kleine Herausforderung für dein Vorstellungsvermögen (eher als sich nur einen Monat zu veranschlagen).

Nachdem ein Budget nie mehr als nur eine mehr oder weniger wohlinformierte Vermutung ist, würde ich vorschlagen, Prognosen nur in den Hauptkategorien zu machen (wie zum Beispiel Umsatz, Materialkosten, Einstellgebühren, Verwaltungsgebühren und andere Ausgaben). An diesem Punkt sollte man nicht anfangen, alle Ausgaben in fünfzig verschiedene kleine Kategorien zu packen.

Die Vorteile an der Budgetierung sind folgende:

  • Planung – Ein Budget liefert eine Idee, wohin dein Unternehmen sich in der Zukunft entwickeln soll. Verwende deine Planung dazu, nicht-finanzielle Strategien zur Erreichung finanzieller Ziele einzusetzen.
  • Anpassung – Ein Budget ist nie hundertprozentig korrekt. Passt euch durch das Jahr hindurch an. Wenn die letzten Ergebnisse nicht zu dem passen, was ihr veranschlagt habt, fangt an, andere Entscheidungen zu treffen, um eure Pläne zu verwirklichen
  • Motivation – Wenn das Verkaufsvolumen die wirkliche Herausforderung ist, lasst euch motivieren, sie anzunehmen!

Alle Budgets basieren auf Annahmen, will heissen, manche Dinge müssen einfach als als gegeben angenommen werden. Diese Annahmen sollten auf der besten Schätzung basieren – lasst euch nicht auf Perfektionismus ein. Eine korrekte Wachstumsrate existiert nicht als solche.

Von der Theorie zur Praxis:

  1. Ladet das 12 Monate Budgeting Spreadsheet von JJMFinance herunter (Vorlage auf Englisch)
  2. Gib deine Schätzungen in den gelb gefärbten Feldern an.
  3. Das Budget der nächsten zwölf Monate wird automatisch in die Felder eingegeben und die Graphen dazu erstellt.
  4. Wem sein 12-Monats-Budget nicht gefällt, kann mit den Schätzungen experimentieren, bis sich etwas Passenderes ergibt. (Die Wachstumsrate ist die Wissenschaft hinter deiner Prognose, aber die Kunst ist, eine Wachstumsrate zu finden, die sich “gut anfühlt”).
  5. Verwendet dieses Budget, um euren finanziellen Erfolg zu planen, anzupassen und um euch motivieren zu lassen.

Planung hilft dabei, mit Unsicherheiten rund um ein Unternehmen zurechtzukommen – und erlaubt euch, zu sehen, wie sich euer Unternehmen unter verschiedenartigen Umständen entwickeln  könnte. ich hoffe, dieser Prozess erlaubt euch, die finanzielle Seite eures Unternehmens aus einer anderen Perspektive zu betrachten.